Toys for boys - Datacolor Spyder3pro

 

spyder3proNachdem für mich feststand dass ich meinen Monitor kalibrieren muss hab ich es zunächst von Hand versucht. Das ist nicht nur eine totale Frickelarbeit, sondern führte auch zu keinem akzeptablen Ergebnis. Also musste ein Gerät her das mir diese Arbeit abnimmt.

Nun gibt es im Bereich der semiprofessionellen Colorimeter zwar keine allzugroße Auswahl, aber doch einige Unterschiede bei den Geräten der einzelnen Hersteller. Zunächst fiel mein Blick auf den Pantone HueyPro, da er noch bis vor kurzem das einzige semi-pro Colorimeter war, das das Umgebungslicht in seine Messungen mit einbezog. Kurz vor der endgültigen Kaufentscheidung wurde ich aber auf den neuen Spyder3pro aufmerksam, der dies auch beherrscht aber dabei zu einer neueren Produktgeneration gehörte. Und da beide Geräte in etwa das Gleiche Kosten entschied ich mich für die Lösung von Datacolor die ich euch hier vorstellen möchte.

 

Lieferumfang:

Der Spyder3pro kommt in einer Mischung aus Karton und Blister bei seinem neuen Besitzer an, außer dem Colorimter selbst befinden sich in der Verpackung noch ein Standfuß, ein Gegengewicht (dazu später mehr), zwei Tücher zum Reinigen des Monitors, eine CD mit Treibern (XP, XP x64, Vista, Vista x64, Mac) und Software und eine Kurzanleitung.

Anwendung:

Nachdem man zunächst den Monitor mit den beigelegten Tüchern gereinigt und die Software installiert hat, kann der Spyder3pro an einen freien USB-Port angeschlossen werden. Beim ersten Starten der Software führt diese eine leicht verständliche Einstellungsroutine aus. Dabei werden verschiedene Eigenschaften des Monitors abgefragt (z. B. welche Bedienelemente vorhanden sind).

Als Nächstes wird man noch gebeten den Monitor in den Lieferzustand zurückzusetzen und schon kann der eigentliche Kalibrierungsvorgang losgehen.

Zunächst hat man die Möglichkeit sein gewünschtes Ziel der Kalibrierung anzugeben (Weißpunkt und Gamma-Wert) mit einem Klick auf “weiter” wird man nun aufgefordert den Spyder3pro am Monitor anzubringen. Hierbei kommt eventuell das oben erwähnte Gegengewicht ins Spiel, denn entweder man bringt den Spyder mit seinem Saugnapf am Monitor an oder hängt ihn einfach über die Oberkante des Monitors, wobei des Gewicht auf der anderen Seite ihn stets auf einer Höhe hält. Welche Methode man auswählt, ist eigentlich egal keine hat Vor- oder Nachteile bei der Kalibrierung.

Hat man den Spyder angebracht, misst dieser den “Ist”-Zustand des Monitors und errechnet anhand dieser Messung die benötigten Korrekturen. Die benötigten Schritte werden nun übersichtlich dargestellt und bei Bedarf auch erklärt (durch die zwar knappe aber ausreichende Hilfefunktion).

Während man also nun die geforderten Einstellungen an seinem Monitor durchführt, hat man jederzeit die Möglichkeit die bisherigen Veränderungen zu überprüfen, um zu sehen was und wie viel man noch ändern muss, um dem gewünschten Ziel näher zu kommen. (Glücklich schätzen dürfen sich hier übrigens diejenigen, deren Monitor eine direkte Eingabe des Weißpunkts in Kelvin erlaubt und die das nicht -wie ich- über drei Regler für Rot, Grün und Blau machen müssen …)
Nach den nun mehr oder wenig umfangreichen Änderungen an den Monitoreinstellungen wird nochmals ausführlichst der “Ist”-Zustand des Monitors überprüft und wenn dieser nun dem zuvor eingestellten Ziel entspricht die Kalibrierung beendet.

Nun hat man die Möglichkeit das gemessene Monitor Profil in einer .icc-Datei zu Speichern und darf anschließend bei einem Vorher-Nacher Vergleich Bauklötze staunen wie groß doch der Unterschied zwischen “Pi-mal-Daumen”-Kalibriert und der Arbeit eines Colorimeters verfügt.
Wer möchte kann den Spyder3 von nun an, mithilfe eines kleinen Taskleistenprogramms, das Umgebungslicht überwachen lassen, um eventuelle Abweichungen von Zeitpunkt der Kalibrierung anzuzeigen.

Fazit:

Der Spyder3pro ist in meine Augen eine super Lösung für alle Hobbyfotografen, die ihre Fotos am Monitor so sehen wollen, wie sie von der Kamera aufgenommen wurden. Außerdem erreicht man mit einem geeigneten Druckerprofil nun auch einen Fotodruck, der dem Monitorbild sehr nahe kommt.
So hat man für ca. 130€ eine, wie ich finde, noch recht preisgünstige Möglichkeit zur Monitorkalibrierung die zwar nicht an, bei Weitem teurere, Profilösungen herankommt aber das Augenmaß weit hinter sich lässt.

Zum Schluss möchte ich jedem noch den Wikipedia-Artikel zum Thema Farbmanagement, mit seinen weiterführenden Links bildet er eine gute Grundlage für jeden der sich ein wenig mehr mit der Materie beschäftigen möchte.
Und wer einfach mal auf die Schnelle seine aktuellen Monitoreinstellungen überprüfen möchte, dem sei www.monitorsetup.com wärmstens empfohlen.

fasty

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  1. 1 BLogparade - kwerfeldein.de auf fasty.org
    Pingback am 15. Feb 2008 um 19:28

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